Mit Heiko Knopf und der Rikscha zum Speed-Dating

Rikschafahrt mit Petra Tebbe, Heiko Knopf und Ulli Möhl

Mit Freitag, dem Dreizehnten ist es so eine Sache. „Bringt Unglück!“, vermuten die einen. „Ein echter Glücksbringer“, behaupten andere. Ich bin ins Risiko gegangen und habe mir für heute eine motorisierte Rikscha bei der Quartiersinitiative „Unser Quartier Schloß Neuhaus“ ausgeliehen. 
Ich muss sagen, eine ganz andere Nummer als mein Lastenrad. Mit entsprechendem Respekt ging es zurück zum Paderborner Hauptbahnhof. Aber, mit jedem Kilometer ist mein Fahrvergnügen gewachsen.  
Denn Heiko Knopf, stellvertretende Bundesvorsitzende der Grünen, hatte sich Paderborn als Schlusspunkt seiner NRW-Wahlkampftour ausgesucht. Ein absolut sympathischer Typ, 33 Jahre, Ingenieur aus Jena. Ihm war der Paderborner Rad-Wahlkampf aufgefallen. 

Setzen wir eins drauf, dachte ich mir, mieten eine Rikscha und zeigen ihm aus Radperspektive aktuelle Stadtansichten. Eine Rikscha hat den unschlagbaren Vorteil, dass neben Heiko die grüne Fraktionsvorsitzende Petra Tebbe Platz nehmen und sachverständig über die Projekte erzählen konnte, während ich mich auf Lenken und Schalten konzentriert habe. Und natürlich auf diverse Zwischenrufe. 

Unsere Route: Das Konversionsprojekt Allanbrooke-Areal, auf der Neuhäuser Straße die Notwendigkeit, in Mobilität nicht nur vom Auto zu denken, die Fluss- und Auenlandschaft als Angelpunkt der Europäischen Kulturerbe-Siegel-Bewerbung, den Graffiti-Stern. 

Die Rikscha-Tour ist aber nur das Warming-up für Heiko gewesen. An der Stümpelschen Mühle sind wir mit dem politischen Speed-Dating durchgestartet. Direkt an der Pader, mit dem klappernden Mühlenrad im Hintergrund.  


Demokratie, Klima & Energiewende, Mobilitätsfragen und ein offener Tisch.  Heiko sollte von Runde zu Runde wechseln. Jedes Mal das gleiche Drama und Dilemma: Die Zeit ist um und noch Fragen und Antworten offen, und ich musste Heiko immer loseisen. Am Schluss hat nur Hinweis geholfen: „Heiko, wenn wir nicht mit der Rikscha nach Berlin fahren wollen …“ 

So stelle ich mir die grüne Partei und überhaupt gute Politik vor:  Im Dialog, direkt mit den Menschen und an den drängenden Themen. Ganz eindeutig: Dieser Freitag, der 13. ein klarer Glückstag.  

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